Die Insel im Norden
Fårö liegt unmittelbar nördlich von Gotland, getrennt durch einen schmalen Sund. Die Insel ist mit ihren kargen Heiden, Kiefernwäldern und der windgepeitschten Küste deutlich rauer als das übrige Gotland – und genau das macht ihren Reiz aus. Bekannt wurde Fårö auch durch den Regisseur Ingmar Bergman, der hier lebte, mehrere Filme drehte und auf der Insel begraben liegt.
Die kostenlose Fähre
Nach Fårö gelangst du mit einer kostenlosen Autofähre ab Fårösund an der Nordspitze Gotlands. Die Überfahrt dauert nur etwa 6–8 Minuten und verkehrt sehr häufig, im Sommer rund um die Uhr im dichten Takt. Eine Reservierung ist nicht nötig – einfach anstellen und mitfahren. In der Hochsaison können zur Stoßzeit kurze Wartezeiten entstehen.
Raukar – die steinernen Wächter
Fårös größte Attraktion sind die Raukar: bizarre Kalksteinsäulen, die das Meer über Jahrtausende aus der Küste herausmodelliert hat. Die eindrucksvollsten Felder liegen bei Langhammars und bei Digerhuvud an der Westküste – ganze Ansammlungen skurriler Steinfiguren am Strand. Mehr dazu im Raukar-Guide.
Sudersand und mehr
An der Ostseite liegt Sudersand, ein langer, flach abfallender Sandstrand mit hellem Sand und seichtem Wasser – einer der schönsten Strände Schwedens und ideal für Familien. Sehenswert sind außerdem der Leuchtturm an der Nordspitze und die kleinen, mit Reet gedeckten Fischerhütten („fiskelägen”) rund um die Insel.
Tipp für den Besuch
Fårö lässt sich gut als Tagesausflug von Gotland aus erkunden – mit dem eigenen Auto oder dem Fahrrad. Plane genug Zeit ein: Bis nach Fårösund sind es von Visby rund 55 Kilometer. Ein voller Tag reicht, um die Fähre, die wichtigsten Raukar-Felder und einen Strandstopp entspannt zu verbinden.